Dienstag, 11. September 2012
the perfect City...
sarina1809, 21:38h
Nach drei wundervollen Tagen in Trieste in Begleitung von noch einem weiteren "Flüchtling" aus England sitze ich an der Piazza Vecchia (der alte Platz) in Bergamo -Alta. Links neben mir spielen die Kinder Verstecken und auch hier wird -wie damals bei uns- bei diesem Spiel geschummelt was das Zeug hält.
Bergamo ist aufgeteilt in Citta Bassa (Untere Stadt) und Città Alta (obere Stadt). Hier ist die Welt noch in Ordnung. Die Kirche besitzt zwei Drittel der Stadt und der restliche Besitzt ist unter den Einzelhändlern und einer Hand voll Familien aufgeteilt.
Die Kinder spielen wie erwähnt auf der Straße, die Alten beobachten die Lage und schimpfen die Kinder, wenn sie zu schnell an ihnen vorbei rennen.
Wenn die paar Mercedes' und BMWs hier nicht wären, könnte man glauben, dass die Stadt vor 400 Jahren aufgehört hat sich zu verändern. Zumindest auf den ersten Blicken ist Bergamo auf alle Fälle sowas wie eine perfekte Stadt. Auch mein Gastgeber, Gianfranco, kann das nur bestätigen.
Aber zurück zu Trieste.
Obwohl nur 130 Kilometer von Venedig entfernt und direkt an der Grenze zu Slowenien ist Trieste die Stadt in Europa, die am wenigsten als touristische Stadt bekannt ist.
Aber ich habe diese Stadt gefunden und dort mal wieder Menschen, die meinen Aufenthalt erheblich verschönert haben.
Paul, ein Engländer, der vor 7 Jahren aus England weg ist um seine "perfekte Stadt" zu finden, hat nachdem er Nürnberg, Amsterdam und Budapest "ausprobiert" hat, vor 4 Jahren Trieste für sich entdeckt.
Dort lebt er inzwischen, arbeitet als Englischlehrer und in seiner Freizeit setzt er sich in sein Boot und segelt davon. Zusammen sind wir in meinen drei Tagen in Trieste nach Slowenien und ein Tag in See gestochen. Auf hoher See haben wir über unsere Träume und Wünsche philosophiert.
Das Schönste am "rum-philosophieren" ist, dass man viele Baustellen auf macht, aber keiner erwartet, dass sie wirklich geschlossen werden. Also haben wir das wie ein Sport betrieben und als wir dann Seekrank waren, haben wir -am Festland angekommen-, nach einer kurzen Erholungspause für unsere Mägen, diese Sportart zusammen mit einem weiteren Glück-Suchenden (Ryan aus den Staaten) wieder weiter betrieben.
Ich sag euch, rum-philosophieren geht am besten auf Festland, in netter Begleitung, zusammen mit viel gutem Essen und etwas Wein. Das ist meine Erfahrung nach 62 Tagen reisen.
Wow, es sind schon 62 Tage und ich verspüre noch keinen Drang nach Hause zu kommen.
Bevor ich gefahren bin hat eine sehr geschätzte Kollegin mir gesagt, dass zwei ein halb Monate nie im Leben genug sind und ich solle länger weg bleiben. Da habe ich noch gedacht, das ich nach 2 Wochen zurück kommen werde, aber am Ende zeigt sich, dass sie Recht hatte.
Aber wie die Italiener sagen, "beh.., ma..., è così"
Also ich komme mit großen Schritten auf Deutschland zu und in ein paar Tagen sitze ich wieder in Rosport.
Bis dahin reise ich weiter und morgen fahre ich Richtung Konstanz zu meiner lieben Freundin, Juliane und mit ihr und ihrem Sprössling die steilsten Berge zu erklimmen. Ich freu mich schon...
Bergamo ist aufgeteilt in Citta Bassa (Untere Stadt) und Città Alta (obere Stadt). Hier ist die Welt noch in Ordnung. Die Kirche besitzt zwei Drittel der Stadt und der restliche Besitzt ist unter den Einzelhändlern und einer Hand voll Familien aufgeteilt.
Die Kinder spielen wie erwähnt auf der Straße, die Alten beobachten die Lage und schimpfen die Kinder, wenn sie zu schnell an ihnen vorbei rennen.
Wenn die paar Mercedes' und BMWs hier nicht wären, könnte man glauben, dass die Stadt vor 400 Jahren aufgehört hat sich zu verändern. Zumindest auf den ersten Blicken ist Bergamo auf alle Fälle sowas wie eine perfekte Stadt. Auch mein Gastgeber, Gianfranco, kann das nur bestätigen.
Aber zurück zu Trieste.
Obwohl nur 130 Kilometer von Venedig entfernt und direkt an der Grenze zu Slowenien ist Trieste die Stadt in Europa, die am wenigsten als touristische Stadt bekannt ist.
Aber ich habe diese Stadt gefunden und dort mal wieder Menschen, die meinen Aufenthalt erheblich verschönert haben.
Paul, ein Engländer, der vor 7 Jahren aus England weg ist um seine "perfekte Stadt" zu finden, hat nachdem er Nürnberg, Amsterdam und Budapest "ausprobiert" hat, vor 4 Jahren Trieste für sich entdeckt.
Dort lebt er inzwischen, arbeitet als Englischlehrer und in seiner Freizeit setzt er sich in sein Boot und segelt davon. Zusammen sind wir in meinen drei Tagen in Trieste nach Slowenien und ein Tag in See gestochen. Auf hoher See haben wir über unsere Träume und Wünsche philosophiert.
Das Schönste am "rum-philosophieren" ist, dass man viele Baustellen auf macht, aber keiner erwartet, dass sie wirklich geschlossen werden. Also haben wir das wie ein Sport betrieben und als wir dann Seekrank waren, haben wir -am Festland angekommen-, nach einer kurzen Erholungspause für unsere Mägen, diese Sportart zusammen mit einem weiteren Glück-Suchenden (Ryan aus den Staaten) wieder weiter betrieben.
Ich sag euch, rum-philosophieren geht am besten auf Festland, in netter Begleitung, zusammen mit viel gutem Essen und etwas Wein. Das ist meine Erfahrung nach 62 Tagen reisen.
Wow, es sind schon 62 Tage und ich verspüre noch keinen Drang nach Hause zu kommen.
Bevor ich gefahren bin hat eine sehr geschätzte Kollegin mir gesagt, dass zwei ein halb Monate nie im Leben genug sind und ich solle länger weg bleiben. Da habe ich noch gedacht, das ich nach 2 Wochen zurück kommen werde, aber am Ende zeigt sich, dass sie Recht hatte.
Aber wie die Italiener sagen, "beh.., ma..., è così"
Also ich komme mit großen Schritten auf Deutschland zu und in ein paar Tagen sitze ich wieder in Rosport.
Bis dahin reise ich weiter und morgen fahre ich Richtung Konstanz zu meiner lieben Freundin, Juliane und mit ihr und ihrem Sprössling die steilsten Berge zu erklimmen. Ich freu mich schon...
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Mittwoch, 5. September 2012
auf 'ner Alm trinkt man keinen Kaffee...
sarina1809, 18:29h
Nachdem ich einen schönen Tag in Florenz verbracht und am Abend einen phantastischen 900 gramm Florentiner-Steak gegessen habe, bin ich am nächsten Morgen um 6 Uhr aufgestanden um nach Verona weiter zu fahren um zusammen mit meinen Freunden aus Süd Tirol "Tosca" in der Arena zu schauen. Aber bevor wir das und anderes gemeinsam erleben konnten, haben Margit, Harti und Michel erstmal bewiesen, dass auch Südtirol zu Italien gehört, indem sie geschlagene 2 Stunden zu spät gekommen sind. Also habe ich hungernd vor dem Bahnhof, im Regen auf sie gewartet und mich gefragt, warum ich nach 6 Wochen in Italien immer noch nichts dazu gelernt habe. Ich hätte 2 Stunden länger schlafen können!! Ihr wisst doch was mir das bedeutet!!
Aber Wiedersehen macht Freude und lässt auch 2 Stunden Wartezeit vergessen und nachdem wir endlich was gegessen hatten, habe ich mich wirklich gefreut mit ihnen Verona zu entdecken.
Erinnert ihr euch noch an mein Blog "sta piovendo"? damals hat vielleicht der Eine oder Andere gedacht, dass ich mal wieder übertreibe, aber und wurde mal wieder bewiesen, dass ich der Rainwoman bin.
Nachdem es seit Wochen in Verona schön war, hat es an diesem Tag angefangen zu regnen. Immerhin war zur Beginn der Oper der Himmel weitestgehend klar und Tosca konnte pünktlich beginnen. Aber eben nur beginnen... exakt nach dem ersten Akt, in der ersten Pause fing es an zu regnen, sodass die restlichen zwei Akte ausgefallen sind.
Am nächsten Tag war natürlich wieder tolles Wetter und wir haben den Garda See und Trient besuchen können wo ich übernachten wollte um am nächsten Tag nach Padova zu reisen.
Tja und wie es bisher immer auf meiner Reise war, wurde nichts aus meinem Plan, denn als ich vor einem Hotel stand um mir ein Zimmer zu nehmen, hat Harti mich auf die Idee gebracht, dass ich doch mit nach St. Pankraz fahren könnte um am nächsten morgen von Meran aus weg zu fahren. Er hat im Prinzip vorgeschlagen, dass ich vom Süd-Westen weit in den Norden fahre um am nächsten Tag in den Süd-Osten zu fahren. Das hat in meinem Kopf natürlich völlig Sinn gemacht also sind wir wieder los gefahren. Jetzt gibt es nur ein Problem,... ich liebe Südtirol und das Ultental ganz besonders. Also wurde aus einer Nacht drei Nächte.
Als meine lieben Gastgeber am nächsten Tag zur Arbeit sind, habe ich meine lieblingsplätze im Tal besucht. Mein erstes Ziel war das Haus von Margits Mama. Dort habe ich Zucchini-Kuchen gegessen und mal wieder wichtige Dinge von ihr für das Leben gelernt. Zum Beispiel hat sie mir beigebracht, dass ich mir keinen Stress machen muss, wenn ich keine Zeit zum Bügeln habe. Es reicht völlig die Vorderseite zu bügeln denn die Rückseite sieht eh keiner.
Nachdem ich dann auch noch ihren Lauchauflauf probiert habe, bin ich weiter hoch in die Berge gefahren um auf meiner Lieblings-Alm mit meinem Lieblings-Wirt ein Käffchen zu trinken.
Mein Plan wurde aber von dem Stammgast "Chick" völlig zerschlagen, der, der Meinung war meinen Besuch und unser wiedersehen mit vielen kurzen, klaren Getränken feiern zu müssen. Außerdem wird bei 1902 Meter über dem Meeresspiegel und bei 12 Grad kälte kein Kaffee getrunken. Naja, und wie soll ich mich wehren?? Bin doch ein Mädchen, und Chick so groß und breit... Die Meisten von euch kennen doch Achim. Chick sieht aus wie Achim, nur dass er noch größer,breiter, der Ziegenbart viel länger und er viel brummiger ist. Ihr seht, ich hatte keine Chance...
Die Kröning des Tages waren aber 5 Lammkeulen in der Wirtschaft von Hartis Cousinen. Sollte irgendwer von euch mal im Ultental landen, dann ist es seine Pflicht in dieser Wirtschaft zu essen. Nicht nur das Essen ist genial, auch Wirte sind sensationell und alle innterlich und äußerlich so schöne Menschen!
Ja, und jetzt bin ich mit 3 Tage Verspätung in Padova.
Mal schauen was als nächstes auf mich zu kommt...
Aber Wiedersehen macht Freude und lässt auch 2 Stunden Wartezeit vergessen und nachdem wir endlich was gegessen hatten, habe ich mich wirklich gefreut mit ihnen Verona zu entdecken.
Erinnert ihr euch noch an mein Blog "sta piovendo"? damals hat vielleicht der Eine oder Andere gedacht, dass ich mal wieder übertreibe, aber und wurde mal wieder bewiesen, dass ich der Rainwoman bin.
Nachdem es seit Wochen in Verona schön war, hat es an diesem Tag angefangen zu regnen. Immerhin war zur Beginn der Oper der Himmel weitestgehend klar und Tosca konnte pünktlich beginnen. Aber eben nur beginnen... exakt nach dem ersten Akt, in der ersten Pause fing es an zu regnen, sodass die restlichen zwei Akte ausgefallen sind.
Am nächsten Tag war natürlich wieder tolles Wetter und wir haben den Garda See und Trient besuchen können wo ich übernachten wollte um am nächsten Tag nach Padova zu reisen.
Tja und wie es bisher immer auf meiner Reise war, wurde nichts aus meinem Plan, denn als ich vor einem Hotel stand um mir ein Zimmer zu nehmen, hat Harti mich auf die Idee gebracht, dass ich doch mit nach St. Pankraz fahren könnte um am nächsten morgen von Meran aus weg zu fahren. Er hat im Prinzip vorgeschlagen, dass ich vom Süd-Westen weit in den Norden fahre um am nächsten Tag in den Süd-Osten zu fahren. Das hat in meinem Kopf natürlich völlig Sinn gemacht also sind wir wieder los gefahren. Jetzt gibt es nur ein Problem,... ich liebe Südtirol und das Ultental ganz besonders. Also wurde aus einer Nacht drei Nächte.
Als meine lieben Gastgeber am nächsten Tag zur Arbeit sind, habe ich meine lieblingsplätze im Tal besucht. Mein erstes Ziel war das Haus von Margits Mama. Dort habe ich Zucchini-Kuchen gegessen und mal wieder wichtige Dinge von ihr für das Leben gelernt. Zum Beispiel hat sie mir beigebracht, dass ich mir keinen Stress machen muss, wenn ich keine Zeit zum Bügeln habe. Es reicht völlig die Vorderseite zu bügeln denn die Rückseite sieht eh keiner.
Nachdem ich dann auch noch ihren Lauchauflauf probiert habe, bin ich weiter hoch in die Berge gefahren um auf meiner Lieblings-Alm mit meinem Lieblings-Wirt ein Käffchen zu trinken.
Mein Plan wurde aber von dem Stammgast "Chick" völlig zerschlagen, der, der Meinung war meinen Besuch und unser wiedersehen mit vielen kurzen, klaren Getränken feiern zu müssen. Außerdem wird bei 1902 Meter über dem Meeresspiegel und bei 12 Grad kälte kein Kaffee getrunken. Naja, und wie soll ich mich wehren?? Bin doch ein Mädchen, und Chick so groß und breit... Die Meisten von euch kennen doch Achim. Chick sieht aus wie Achim, nur dass er noch größer,breiter, der Ziegenbart viel länger und er viel brummiger ist. Ihr seht, ich hatte keine Chance...
Die Kröning des Tages waren aber 5 Lammkeulen in der Wirtschaft von Hartis Cousinen. Sollte irgendwer von euch mal im Ultental landen, dann ist es seine Pflicht in dieser Wirtschaft zu essen. Nicht nur das Essen ist genial, auch Wirte sind sensationell und alle innterlich und äußerlich so schöne Menschen!
Ja, und jetzt bin ich mit 3 Tage Verspätung in Padova.
Mal schauen was als nächstes auf mich zu kommt...
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