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Montag, 13. August 2012
nicht alles was glänzt ist Gold...
sarina1809, 18:51h
Vor einigen Tagen waren wir in der „grotte della poesia“. Was das ist? Wahrscheinlich eines der schönsten Plätze auf dieser Welt. Da muss jeder mal gewesen sein.

Wenn ich "wir" schreibe, dann meine ich einen der beiden Marcos (der andere ist aktuell auf Reise durch Eurpoa dank meiner Planung auch mit Stopp in Frankfurt, Trier und Luxembourg), Massimiliano und eine neue tolle, wunderbare Bekanntschaft, Stephanie. Eine Chemikerin aus England, die nach langer Krankheit und Beendigung ihres Studiums, hier in Lecce ihr Glück gefunden hat. Mit gerade mal 27 Jahren hat sie vor einem Jahr beschlossen, dass England und London sie nicht glücklich machen. Nun ist sie hier, arbeitet als Englischlehrerin in einer Sprachschule und zählt sich zu den glücklichsten Menschen auf der Welt.
Zwischen unseren Sprüngen von Klippen und Erkundigungen von versteckten unterirdischen Grotten hatten Stephanie und ich wunderbare Gespräche über unsere Leben, Freunde, Familie und deren, aber auch unseren Erwartungen an unsere Leben.
Später am Abend, nachdem Marco und Massi uns mit Spaghetti alla Cozze e Vongole bekocht haben,
haben wir beschlossen auf das Dach meiner Wohnung zu gehen um den Abend der Sternschnuppen zu genießen.
Während wir in der Dunkelheit lagen, Whitney Housten uns aus meinem Handy ihre Greatest Hits vorgesungen hat und kurz nachdem Stephanie die erste Sternschnuppe ihres Lebens gesehen hat, ging Stephanie und mir plötzlich ein Licht in der der nächtlichen und emotionalen Dunkelheit auf. Ein Hauptgrund warum wir uns hier so wohl fühlen ist, dass die Menschen hier nicht immer nur nörgeln. Sowohl in ihrem, als auch in meinem Land zählt es zu den Hobbies der Menschen sich ständig zu beschweren. Nichts ist gut genug und alles könnte etwas besser sein. Klar ist auch hier nicht alles Gold was glänzt, aber die Menschen sind unter'm Strich froh mit dem was sie haben und was sie machen. Ein weiterer Unterschied zu uns ist aber auch, wenn sie nicht froh sind, tun' sie was dagegen!!
Während wir diese Weisheiten zusammen getragen haben, störte uns Marco plötzlich mit einer Frage, die mich völlig unvorbereitet getroffen hat, obwohl viele von euch sie mir schon gestellt haben, „was machst du, wenn du wieder in Deutschland bist?“
Tia, das ist mal eine gute Frage... in den letzten Wochen habe ich in meinem Kopf schon alle Varianten mal durchgespielt.
Ich bin ausgewandert, bin zurück nach Trier gezogen, doch ganz nach Frankfurt gezogen, dann aber wieder nach Luxembourg, habe gekündigt, habe mein Job wieder weiter gemacht wie bisher, bin auf Halbzeit umgestiegen und zur Uni gegangen und habe auch schon eine ganz andere Karriere angefangen... aber nichts von all dem ist die richtige Lösung. Also was mache ich nun, wenn ich zurück komme???
Naja, ich hab ja noch ein paar Wochen eine Antwort auf diese Frage zu finden...
zur Zeit ist meine wichtigste Aufgabe, alle Eissorten von der Eisdiele gegenüber (Gelateria Tentazione) mindestens ein mal zu probieren. Seit ich hier bin, habe ich täglich mindestens ein Eis gegessen und jeden Tag mit einer neuen Kombination. Ich, ein Mensch, der bisher immer nur Schokolade, Stracciatella, Mint oder Wildbeeren kannte, habe mich hier schon an alle Geschmackssorten -bis auf Kaffee- heran getraut. Zwei Mal die Woche bringt Tentazione, diese beste Eisdiele der Stadt, -die zufällig auch den selben Namen trägt, wie eines meiner lieblings Schuhhersteller- eine neue Eissorte raus und ich gehöre zu den Ersten die diese Sorte probieren. Und soll ich euch mal was sagen? Das müsst ihr auch mal machen. Probiert mal ganz was anderes, als das was ihr immer nehmt. Es ist … wie soll ich sagen... bereichernd, abwechslungsreich, bunt und manchmal auch -im wahrsten Sinne des Wortes- ENTtäuschend. Wie zum Beispiel „latte“ (Milch). In diese Sorte hatte ich mich sehr getäuscht. Bin aber inzwischen enttäuscht und esse sie mindestens ein mal in der Woche. Es ist wie im echten Leben, oder? Vieles was glänzt ist Gold, aber eben nicht alles...

Wenn ich "wir" schreibe, dann meine ich einen der beiden Marcos (der andere ist aktuell auf Reise durch Eurpoa dank meiner Planung auch mit Stopp in Frankfurt, Trier und Luxembourg), Massimiliano und eine neue tolle, wunderbare Bekanntschaft, Stephanie. Eine Chemikerin aus England, die nach langer Krankheit und Beendigung ihres Studiums, hier in Lecce ihr Glück gefunden hat. Mit gerade mal 27 Jahren hat sie vor einem Jahr beschlossen, dass England und London sie nicht glücklich machen. Nun ist sie hier, arbeitet als Englischlehrerin in einer Sprachschule und zählt sich zu den glücklichsten Menschen auf der Welt.
Zwischen unseren Sprüngen von Klippen und Erkundigungen von versteckten unterirdischen Grotten hatten Stephanie und ich wunderbare Gespräche über unsere Leben, Freunde, Familie und deren, aber auch unseren Erwartungen an unsere Leben.
Später am Abend, nachdem Marco und Massi uns mit Spaghetti alla Cozze e Vongole bekocht haben,
haben wir beschlossen auf das Dach meiner Wohnung zu gehen um den Abend der Sternschnuppen zu genießen. Während wir in der Dunkelheit lagen, Whitney Housten uns aus meinem Handy ihre Greatest Hits vorgesungen hat und kurz nachdem Stephanie die erste Sternschnuppe ihres Lebens gesehen hat, ging Stephanie und mir plötzlich ein Licht in der der nächtlichen und emotionalen Dunkelheit auf. Ein Hauptgrund warum wir uns hier so wohl fühlen ist, dass die Menschen hier nicht immer nur nörgeln. Sowohl in ihrem, als auch in meinem Land zählt es zu den Hobbies der Menschen sich ständig zu beschweren. Nichts ist gut genug und alles könnte etwas besser sein. Klar ist auch hier nicht alles Gold was glänzt, aber die Menschen sind unter'm Strich froh mit dem was sie haben und was sie machen. Ein weiterer Unterschied zu uns ist aber auch, wenn sie nicht froh sind, tun' sie was dagegen!!
Während wir diese Weisheiten zusammen getragen haben, störte uns Marco plötzlich mit einer Frage, die mich völlig unvorbereitet getroffen hat, obwohl viele von euch sie mir schon gestellt haben, „was machst du, wenn du wieder in Deutschland bist?“
Tia, das ist mal eine gute Frage... in den letzten Wochen habe ich in meinem Kopf schon alle Varianten mal durchgespielt.
Ich bin ausgewandert, bin zurück nach Trier gezogen, doch ganz nach Frankfurt gezogen, dann aber wieder nach Luxembourg, habe gekündigt, habe mein Job wieder weiter gemacht wie bisher, bin auf Halbzeit umgestiegen und zur Uni gegangen und habe auch schon eine ganz andere Karriere angefangen... aber nichts von all dem ist die richtige Lösung. Also was mache ich nun, wenn ich zurück komme???
Naja, ich hab ja noch ein paar Wochen eine Antwort auf diese Frage zu finden...
zur Zeit ist meine wichtigste Aufgabe, alle Eissorten von der Eisdiele gegenüber (Gelateria Tentazione) mindestens ein mal zu probieren. Seit ich hier bin, habe ich täglich mindestens ein Eis gegessen und jeden Tag mit einer neuen Kombination. Ich, ein Mensch, der bisher immer nur Schokolade, Stracciatella, Mint oder Wildbeeren kannte, habe mich hier schon an alle Geschmackssorten -bis auf Kaffee- heran getraut. Zwei Mal die Woche bringt Tentazione, diese beste Eisdiele der Stadt, -die zufällig auch den selben Namen trägt, wie eines meiner lieblings Schuhhersteller- eine neue Eissorte raus und ich gehöre zu den Ersten die diese Sorte probieren. Und soll ich euch mal was sagen? Das müsst ihr auch mal machen. Probiert mal ganz was anderes, als das was ihr immer nehmt. Es ist … wie soll ich sagen... bereichernd, abwechslungsreich, bunt und manchmal auch -im wahrsten Sinne des Wortes- ENTtäuschend. Wie zum Beispiel „latte“ (Milch). In diese Sorte hatte ich mich sehr getäuscht. Bin aber inzwischen enttäuscht und esse sie mindestens ein mal in der Woche. Es ist wie im echten Leben, oder? Vieles was glänzt ist Gold, aber eben nicht alles...
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